Öffentliche Bücherschränke

 

Stromkasten als Bücherschrank by Langener Künstler

Stromkasten als Bücherschrank. By Langener Künstler. Foto: Cornelia Härtl

Öffentliche Bücherschränke gibt’s inzwischen in jeder größeren Stadt. Man kann dort gelesene Bücher umsonst abgeben, damit andere sie lesen können. Für alle, die unterwegs mal die Lektüre abgeben oder nach neuer stöbern wollen, gibt es auf Tobis „Lesestunden“ Blog eine Karte öffentlicher Bücherschränke im deutschsprachigen Raum.

Advertisements

Märchenzeit

Seit Kindertagen ist es mir eine besonders lieb gewonnene Gewohnheit, im Winter, und ganz besonders um die Weihnachtszeit herum, Märchen zu lesen und Märchenfilme zu schauen. Nicht, um Heldenreisen oder Archtypen anzuschauen. Sondern weil es in diese Zeit passt.

Hauffs MärchenAbgesehen von ziemlichen Grausamkeiten, die in den herkömmlichen Geschichten quasi nebenbei begangen werden, sind manche Märchen sowieso eher für Erwachsene geeignet. Eines meiner Lieblingsbücher dazu ist ein ramponiertes und bereits ziemlich zerlesenes, weil inzwischen fast 100 Jahre altes Exemplar von Hauffs Märchen. Darin so richtig schrecklich gute Geschichten wie „Die Karawane“, „Das Geisterschiff“ oder das kürzlich verfilmte „Kalte Herz“.

Obwohl die altdeutsche Schrift recht anstrengend ist, kommt das Buch jedes Jahr wieder in unsere jeweils am ersten Advent eingerichtete Weihnachtsbücherecke. Dieses Jahr werde ich daraus mindesten „Das Märchen vom falschen Prinzen“ lesen. Und mich hoffentlich wieder angenehm gruseln.

 

Ein spiritueller Bücherort

Einen sehr spirituellen und wunderbar entspannten Bücherort habe ich beim Kloster Maria Laach entdeckt. Ars Liturgica ist groß, hell, natürlich nicht nur in Büchern gut sortiert, aber eben auch ein Ort, an dem es Freude macht, herumzugehen, reinzuschmökern, sich inspirieren zu lassen. Wir haben die Atmosphäre genossen.

 

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

Kurz mal was lesen – Das Short Story Projekt

 

Das Short Story Project wurde aus dem Glauben heraus gegründet, dass Lesen eine Erfahrung ist, die etwas bewirkt. Eine Erfahrung, die befähigt, über die Bedingungen des Menschseins nachzudenken, Empathie fördert und zur kritischen Auseinandersetzung mit der Welt anregt. Wir glauben, dass Lesen kein bloßer Zeitvertreib ist, sondern als Resonanzraum für Stimmen und Ideen fungiert und Brücken schlagen kann zwischen Menschen, zwischen Kulturen.

Geschichten wurden immer schon tradiert, mündlich, in Stein gemeißelt, geschrieben auf Pergament, gedruckt auf Papier … Jetzt geben wir sie digital weiter und ermöglichen so, dass sie allen zugänglich sind, dass sie Ländergrenzen und Sprachbarrieren überwinden. Unser Ziel ist es, der Short Story zu einem Platz in der kulturellen Gegenwart zu verhelfen, indem wir eine Vielzahl von Stimmen internationaler Autorinnen und Autoren wahrnehmbar werden lassen.

 

Das Short Story Project ist ein schöner Bücherort für Kurzgeschichten und kurze Erzählungen, die man gerne mal zwischendurch online liest. Zurzeit auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Hebräisch. Der Ursprung der Initiative, die damit nicht nur das Genre der Short Story unterstützen, sondern auch legal Literatur im Internet kostenfrei zugänglich machen möchte, liegt in Israel. Zu jeder augenfreundlich aufbereiteten Geschichte gibt es eine Intro und die ungefähre Lesedauer ist angegeben.

Wem das Projekt so gut gefällt, dass er es als Privatperson unterstützen möchte, kann Fördermitglied der Initiative werden, die von einer Non-Profit-Organisation betrieben wird.

Das Buch der Bücher

Man muss sich manchmal dran erinnern, was das wohl meistgelesene Buch der Welt ist: Die Bibel.

Das und noch viel mehr christliche Literatur gab es an einem ganz besonderen Bücherort beim Hessentag, dem Stand des CLV.

Ganz anders übrigens, als man etwa denken könnte, waren hier vor allen Dingen sehr junge Menschen am Stand. Der christliche Glaube und das Interesse an entsprechender Literatur seien gerade bei dieser Altersgruppe sehr stark angestiegen, habe ich mir sagen lassen.

 

Hier wurde ich zum Krimifan!

Ein ganz besonderer Bücherort für mich. Dort wurde ich einst zum Krimifan. Die Buchhandlung Moser in Graz. Foto: Cornelia Härtl

Während der Criminale in der Hauptstadt der Steiermark durfte natürlich ein Abstecher in die Buchhandlung nicht fehlen, in der ich einst während meiner Grazer Zeit zum Krimifan wurde. Es waren die schmalen rororo Bände der Krimiqueen Ruth Rendell, die mich in den Ständern der Buchhandlung Moser in der Herrengasse immer wieder anzogen. Diese Autorin hat mich sofort gepackt. Ob in der Bim, im damals noch existierenden Pammerbad, daheim auf der Couch oder im Garten – ich habe jeden Band förmlich verschlungen und war stundenlang nicht ansprechbar. Seither bin ich dem kriminellen Genre ganz besonders verfallen.

Nun war ich wieder dort, bei Moser. Man ist über die Gasse in ein Barockpalais umgesiedelt. Aus dem damals noch recht kleinen Eckgeschäft ist eine wahnsinnig schöne Buchhandlung über mehrere Etagen geworden, die offensichtlich auch bei den BesucherInnen gut ankommt. Ehrlich gesagt habe ich lange nicht mehr so viele Menschen in einer Buchhandlung gesehen und hatte Mühe, ein Foto zu schießen, auf dem keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

Es war toll, mal wieder dort zu sein. Auch heute noch ein ganz besonderer Bücherort für mich!

Mit Ruth Rendell fing das kriminelle Lesen bei mir an. Foto: Cornelia Härtl

Graz im Zeichen der Criminale

Ein ganz besonderer Ort für Bücher, AutorInnen und Krimifans war vom 2. – 7. Mai die Hauptstadt der Steiermark.

Hier traf man sich bei der alljährlichen Criminale zu Workshops, zum Fachsimpeln, zu Diskussionsrunden, zu Lesungen, Führungen und mehr rund um das Thema (Krimis) schreiben, veröffentlichen und womöglich noch mordsmäßig gut davon leben zu können 😉

Dazwischen und danach saß man auf einen Spritzer (eine in Österreich beliebte, sehr tief gespritzte und herrlich erfrischende Schorle) an der Bar, erkundete die Stadt, ging ins Caféhaus und traf an jeder Ecke auf prominente, bekannte und neue Gesichter.

Auch als noch-nicht-Mitglied  beim Syndikat fand ich es rundum „klass“. Besonders gefiel mir die unkomplizierte, fast schon familiäre Atmosphäre und die große Professionalität der Veranstaltungen, die ich besucht habe.

Graz im Zeichen der Criminale 2017. Hier bei der Buchhandlung Moser. Foto: Cornelia Härtl

Wie jedes Jahr wurde alles aufgerufen und herzlich organisiert vom Syndikat, der Vereinigung der deutschsprachigen KrimiautorInnen.

Und nächstes Jahr? 2018 heißt es: Alle nach Halle.