Mädchentag

Seit vielen Jahren hängt neben meinem Schreibtisch ein Foto. Ich weiß nicht mehr, woher ich es habe und wo genau es aufgenommen wurde, finde aber, dass es ganz ausgezeichnet zum heutigen Tag passt.

Girl's Day im Himalaya

Die zwei Mädchen lernen irgendwo unter freiem Himmel und zumindest eine davon sieht dabei sehr vergnügt aus. In Zeiten, in denen es immer noch Länder und Gegenden gibt, in denen Mädchen überhaupt nicht zur Schule gehen dürfen oder,  so arg lang ist das auch hierzulande noch nicht her, keine höhere Schulbildung erhalten, weil sie die nicht benötigen, da sie ja „sowieso heiraten“, stellt dieses Bild für mich ein Symbol dafür dar, dass es in den letzten Jahren und Jahrzehnten überall auf der Welt Fortschritte gibt. Die machen zwar die Rückschritte, die es leider auch gibt, nicht wett. Helfen aber, immer mehr Identifikationsfiguren zu schaffen. Die benötigen Mädchen, die in sie benachteiligten Kulturen aufwachsen, vermutlich mehr als alles andere.

Ich bin sehr froh, dass mir im Leben alles immer offenstand. Das Foto hilft mir, dieses Privileg nicht zu vergessen, und das nicht nur am 8. März.

 

 

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Die schönste Goldmedaille

Als Eiskunstlauffan freue ich mich riesig über die Goldmedaille im Paarlauf für Aljona Savchenko und Bruno Massot. Sie ist für mich die schönste dieser Olympischen Winterspiele, im wahrsten Sinne des Wortes.

Wer’s verpasst hat, kann sich die Traumkür u.a. in der ARD-Mediathek in voller Länge ansehen.

 

 

Gold 2

Märchenzeit

Seit Kindertagen ist es mir eine besonders lieb gewonnene Gewohnheit, im Winter, und ganz besonders um die Weihnachtszeit herum, Märchen zu lesen und Märchenfilme zu schauen. Nicht, um Heldenreisen oder Archtypen anzuschauen. Sondern weil es in diese Zeit passt.

Hauffs MärchenAbgesehen von ziemlichen Grausamkeiten, die in den herkömmlichen Geschichten quasi nebenbei begangen werden, sind manche Märchen sowieso eher für Erwachsene geeignet. Eines meiner Lieblingsbücher dazu ist ein ramponiertes und bereits ziemlich zerlesenes, weil inzwischen fast 100 Jahre altes Exemplar von Hauffs Märchen. Darin so richtig schrecklich gute Geschichten wie „Die Karawane“, „Das Geisterschiff“ oder das kürzlich verfilmte „Kalte Herz“.

Obwohl die altdeutsche Schrift recht anstrengend ist, kommt das Buch jedes Jahr wieder in unsere jeweils am ersten Advent eingerichtete Weihnachtsbücherecke. Dieses Jahr werde ich daraus mindesten „Das Märchen vom falschen Prinzen“ lesen. Und mich hoffentlich wieder angenehm gruseln.